Poesiealbum

 

 

 

 

Wien, 26.11.2020

Manche Dinge, die uns im Alltag in die Hände fallen, sind oft viel älter als man denken mag. Vielleicht in etwas abgewandelter Form, aber es gibt sie noch. Ein Büchlein in dem ebenso Erinnerungen festgehalten werden, wie in einem Tagebuch oder Fotoalbum. Es finden sich darin persönliche oder allgemein gehaltene Worte, die Weggefährten handschriftlich eintragen.
Meist endet diese individuelle Art kleine Spuren zu hinterlassen mit Ende der Schul.- oder Ausbildungszeit. Man könnte doch diese Tradition doch ein Leben lang weiterführen, oder? Ich stelle mir das spannend vor, was so mancher Erwachsener heute verfassen würde.

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In der Psychiatrie – „Die gehört ja nach Steinhof!“

Wien, 10.11.2020

Unglaublich, aber Realität! Tatsächlich auch schon neunzehn Jahre her. Der Blick in die Vergangenheit zeigt sich von seiner absonderlichen Seite. Dort wo vieles begann, oder auch endete. Damals wusste man es nicht so genau, ob es ein Anfang oder ein Ende von dem Stück Leben war oder ist. Oft fühlt es sich völlig anders an, als es schlussendlich in der Zukunft tut. Weiterlesen

Me-Juni 1978

Korrespondenz mit Susi (16 Jahre im Jahre 1978) – eine Zeitreise ins BewusstSein.

Wien, 26.04.2020

Die gedanklichen Reisen in meine Vergangenheit werden mannigfaltig angestoßen. Es bilden sich Brücken zwischen dem Gewesenen und der Gegenwart. Diese mentalen Verbindungen dienen mir Großteils zum Verstehen unterschiedlichster Gegebenheiten oder auch zur besseren Akzeptanz meines Denkens und Handelns. Ob es tatsächlich immer notwendig ist derartige, manchmal anstrengende Abenteuer in meine jüngere Biografie zu wagen, sei dahingestellt. Aber manchmal passiert es ganz einfach, ausgelöst durch ein Ereignis.

So wie gestern Morgen, durch einen Anruf meines Bruders. Er teilte mir mit, dass unser Vater gestorben ist. Er war 78 Jahre alt. Was diese Nachricht mit mir noch macht, das kann ich noch nicht verifizieren. Das Telefonat, sowie Fotos, welche ich von meinem Bruder erhalten habe, rüttelten wieder einige Erinnerungen wach. 

Es waren erfreulicher Weise sogar einige bunte, angenehme Momente dabei, obwohl die ersten 16 Jahre meines Daseins doch vorwiegend schwarz geprägt waren. Weiterlesen

Märchen

Es war einmal …

ein kleines Mädchen mit langen blonden Haaren. Wenn sie durch die grauen Gassen lief, hüpften Ihre Locken fröhlich auf und ab. Sie rannte oft in ihren Lieblingspark. Dort kundschaftete sie neugierig die langen Kastanienalleen aus. Trieb sich in den Büschen herum, pflückte bunte Blumen von den Wiesen. Sammelte Beeren und Früchte und stopfte sie in ihre Hosentaschen. Manchmal setzte sie sich auf eine Bank und beobachtete interessiert die Vielfalt der Tiere. Große schwarze Krähen, die grauen, Kopf nickenden Tauben, die springfreudigen Eichkätzchen in den Bäumen, aber auch die herum wuselnden Ameisen und Käfer. Weiterlesen

Augarten

Wien, 07.04.2020

Schon seltsam, dass einer der Orte meiner Kindheit plötzlich zum Thema politischer Debatten inmitten einer weltweiten Krise wird. Oder sind es einfach nur die Erinnerungen, die ich damit verknüpfe? Ein grüner Zufluchtsort, ein riesiger Park für mich allein samt Schwimmbad und geheimnisvollen Türmen, die mir zur Orientierung dienten. An vielen sonnigen Tagen durchstreifte ich diese grüne Stadtinsel. Sobald ich durch das Eisentor ging, betrat ich das Areal ohne Gefahren. Sorgenfrei – ohne Angst konnte ich wenige Stunden friedlich verbringen.
„Allen Menschen gewidmeter Erlustigungs-Ort von Ihrem Schaetzer“ kann man heute noch auf einer Tafel beim Hauptportal lesen. Vor 245 Jahren, am 30.April machte Kaiser Josef II. den Augarten der Allgemeinheit zugänglich.
Mögen die Tore dieser grünen Oase in der Stadt bald wieder weit offen sein. Für alle Menschen, die einen Ort zum Durchatmen, Aufatmen  und sorgenfreie Stunden suchen.im Augarten260513

Der Augarten ist ein 52,2 Hektar großer, öffentlicher Park mit der ältesten barocken Gartenanlage Wiens und befindet sich in der Leopoldstadt, dem zweiten Wiener Gemeindebezirk. (Quelle:Wikipedia) Weiterlesen

Kuckuckskinder

Wien, 24.02.2019

To go cuckoo = verrückt werden – heißt es im amerikanischen Englischen. Oder einen „Vogel haben“. Manchmal fühlt es sich so für mich an, wenn ich mich in der Unendlichkeit der Gedankengänge, einiger Themen verliere. Beinahe verloren gehe. Und mich dann schlussendlich mit erneuten Fragen verloren fühle. Im Abseits. Abgelegt in einem fremden Nest. Fehl am Platz.

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Meine Oma

Wien, 17.02.2019

Es gibt keinen besonderen Anlass, warum ich heute gerade diesen Beitrag veröffentliche. Kein Jahrestag. Kein Geburtstag. Kein Todestag. Aber es braucht auch einfach keinen bestimmten Beweggrund, um an meine Oma zu erinnern. Sie war einfach ein ganz besonderer Mensch in meinem Leben. 


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Peter und der Wolf

Es war entweder in der Volksschule im Musikunterricht, oder eine jener Schallplatten auf denen man Hörspielen lauschen konnte. Märchen, Abenteuergeschichten, Erzählungen garniert mit lebensechten Geräuschkulissen. Viele dieser Phantasie anregenden Geschichten habe ich auch gelesen. Weiterlesen

Ein Tag eines verprügelten Kindes

Wien, 14.02.2019

Es gibt Tage, wo ich jeden einzelnen Schlag spüre. Jeden der Tritte, Ohrfeigen und brutalen Übergriffe in den ersten achtzehn Jahren meines Lebens. Sie bleiben, ein Leben lang. Egal welche Art der Verarbeitung, Verdrängung, Vergessens oder Therapie auch immer dazu angewandt wird. Sie bleiben. Die unerträglichen Schmerzen. Die Angst. Weiterlesen

On Air!

Heute ist: 

Welttag des Radios

Ich bin mit dem Radio aufgewachsen, vielmehr als mit dem Fernseher. Das Radio war stets eine Reise in die weite Welt. Tagsüber lief er bei meiner Oma  , gemeinsame Hörmomente blieben mir in Erinnerung. Abends hörte ich unter der Bettdecke, nahm Songs mit dem Kassettenrecorder auf und lauschte den spannenden Sendungen. Es hatte schon damals eine geheimnisvolle Faszination für mich.  Weiterlesen