Kunst ist Leben. Leben ist Kunst (16)

Vor einem halben Jahr – es war am Beginn dieses außerordentlichen Jahres, welches anhaltend im Zeichen von Corona steht, versuchte ich die mir dazu aufblitzenden Gedanken anschaulich umzusetzen. Mit dem was sich so in meinen kreativen Ecken meines Wohnbereiches befindet. Eine intuitive Handlungsweise, die mich im speziellen dann überfällt, wenn ich mit der aktuellen Situation nicht ganz klar komme. Wohl auch meine Art mit Krisen umzugehen. All die Ratlosigkeit, die Verzweiflung, die Angst und vor allem das Ungewisse kompensiert sich meist in kreativer Aktivität. Malen, Schreiben und oder etwas anderes aus all den aufkommenden unangenehmen Gefühlen zu formen.

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Tausche Kunst gegen…

Viele der heute berühmten Maler haben zu Lebzeiten in Armut gelebt. Sie konnten nicht von ihrem Können leben. Oft saßen sie hungrig in Lokalen und pinselten um ihr Leben. Manchmal war ein Wirt gnädig und tauschte die Bilder gegen etwas Essbaren ein.

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Buntstifte

Meine bunten Freunde

 

Sie sind meist die ersten farbigen Zeichen-Kameraden, die wir als Kinder zwischen die Finger bekommen. Mit ihnen wagen wir die ersten kreativen Versuche auf Papier. Die kleinen Hände sind in den ersten Lebensjahren noch sehr grobmotorisch unterwegs.

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Kunst ist Leben. Leben ist Kunst (3)

In der Zeit von 21.06. – 03.08.2012 war ich im wunderschönen Gars/Kamp zur Reha.
Nach meinem totalen Zusammenbruch von Körper und Seele war das dringend erforderlich.
Die Anreise war für mich schon eine enorme Herausforderung. Ich hatte meinen „Zwingo“ vollgepackt bis zum Anschlag. Obwohl ich mir über www einen Routenplan ausgedruckt hatte, habe ich mich kurz vorm Ziel ziemlich arg verfahren. Die Fahrt dauerte doppelt so lange, als geplant. Daher kam ich natürlich viel zu spät an und war dementsprechend erschöpft. Gleich beim Empfang wurde ich schon zum ersten Termin geschickt. Am liebsten wäre ich wieder in mein Auto gestiegen und Heim gefahren. Weiterlesen

Kunst ist Leben. Leben ist Kunst (2)

„Seit wann malen Sie“, fragte mich eine Dame bei meiner ersten Vernissage. Ich habe schon als Kind gemalt, wollte ich antworten, wäre zwar die Wahrheit gewesen, aber das wollte sie anscheinend nicht wissen. Also so richtig mit Leidenschaft würde ich sagen so ab 1997-1998.

An einem verlängerten Wochenende anno 1997 durfte ich vier herrliche Tage in Paris verbringen. Selbstverständlich besichtigte ich den Eifelturm, ging auf der Champs-Élysées spazieren und genoss Café au lait und Crêpe. Machte Fotos vom Arc de Triomphe. Fuhr mit der Métro quer durch die Metropole. Schlenderte die Seine entlang. Staunte über die Basilika Sacré-Cœur am Montmartre. Bewunderte die Straßenkünstler am Place du Tertre.

Das eindrucksvollste waren für mich die Besuche im Louvre und im Centre Pompidou.
Das Louvre mit 60.000 m² altehrwürdiger Meisterwerke wie das der Mona Lisa von Leonardo da Vinci. Gewaltige bis ins kleinste Detail dargestellte historische Szenerien gebannt auf riesigen Leinwänden. Einfach unglaubliche optische Eindrücke. Und immer fragte ich mich, wie geht das bloß, wie konnte das ein einziger Mensch schaffen? Ich fand heraus, dass oft mehrere Künstler gleichzeitig an einem Projekt arbeiten. Und das über viele Jahre oder gar Jahrzehnte. Unzählige ausgestellte Skizzen mit Rötelstift zeigten mir die Anfänge dieser Werke.

Jedoch das Centre Pompidou war für mich schon alleine wegen seiner Architektur noch ansprechender. Dieses Museum repräsentiert die Künste des 20.Jahrhunderts. Ich saß oft bis zu einer Stunde vor einem einzigen Kunstwerk. Versuchte mir vor zustellen, wie der Künstler es geschaffen hat. Oft waren es vordergründig simple einfach wirkende Kunstwerke, aber das täuscht. Ich konnte mich nicht satt sehen, es war wie ein Rausch. Von einem zum anderen Ausstellungsprojekt zu wandern. Oft ging ich wieder retour und wollte diese magischen Momente festhalten. Vor einem Bild zu stehen, ist wie ein Live-Konzert mit den Augen. Man nimmt es mit all seinen Sinnen auf. Am liebsten hätte ich in diesem Gebäude voller schöpferischer Lebendigkeit übernachtet oder wäre gar eingezogen.

Diese Wanderungen durch die phantastische Welt der Kreativität haben mich schwer und nachhaltig beeindruckt. Ich wollte das ebenfalls „können“.



Manchmal wünschte ich mir, so zu malen, wie die berühmten Maler,aber dann wäre es keine Original Bluesanne


23.01.2012 Bluesanne



Einfach mit unterschiedlichsten Farben und Materialien emotionale Augenblicke einfangen auf Papier,Karton, Holz oder Leinwand bringen. Ohne jegliche Ahnung, worauf ich mich da einlassen würde. Ich liebe es in die Farben ein zu tauchen zuerst mit dem Pinsel und dann auf dem fertigen Bild. Ich liebe die Farbe die auf meiner Haut kleben bleibt. Oft wasche ich sie tagelang nicht ab. Ich liebe den Geruch der Farben. Ich liebe Farbe zwischen meinen Fingern zu spüren. Jeder Farbton fühlt sich anders an.
Eine spannende und aufregende Reise begann, na eben ab da 1997.

Seitdem habe ich mehr als 500 Bilder produziert. Und es werden immer mehr. Eine leidenschaftliche Obsession!
Vielleicht habe ich sogar die größte Sammlung an Kunstwerken auf der kleinsten Ausstellungsfläche?
Und…2012 hat mir der Zauber der Farben mein Leben gerettet.
Deshalb schätze und genieße ich meine Farbenphantasien jetzt mehr als je zuvor!


Wann wart Ihr zuletzt in Einer Ausstellung?
Vielen Dank!
(verfasst am 24.11.2014 aktualisiert am 16.12.2020©Bluesanne)

Warum machen wir Kunst?

  • weil wir Freude an Kreativität haben
  • weil wir anderen Freude bereiten wollen
  • weil wir experimentieren und oder
  • weil wir inspirieren wollen
  • weil wir vielleicht auch reich und berühmt werden wollen

Ich tue es aus Obsession, weil ich gar nicht anders kann.  Es ist der innerliche Drang, meine Hirnspielereien in Worte, Bilder oder Musik zu verzaubern. Diese dadurch, für mich selbst zu verarbeiten, oder auch anderen etwas (auf) zu zeigen.

Keine Sorge, ich komme hier nicht betteln!

Ich möchte lediglich auch aufzeigen, dass Kunst auch manchmal bewegen kann, zumindest versuche ich das seit geraumer Zeit. Mag ja sein, dass sich hier auch einige ideenreiche Inspirationen und Entwicklungen ergeben. Vorab Danke ich mal fürs aufmerksame Lesen.

Bilder und Musik findet Ihr bei der „Blauen Katze“ – Bluesanne.

Nundenn..lasst uns weiter kreaktivieren!

verfasst am 18.08.2014 ©Bluesanne