The Music in me (29) [Gloria]

Die Vögel draußen konkurrieren durch ihren morgendlichen Gesang mit der Musik hier drinnen in meinem schummrigen Zimmer. Mit geschlossenen Augen lasse ich mich von den Klängen und Worten umhüllen. Eingewickelt in der wohligen Klangwolke, überlege ich,  wann ich zuletzt ein Musikalbum so oft hintereinander gehört habe. Eines jener, welche man schon blind aus dem Regal zieht. Solche wo die Covers und Booklets schon so abgegriffen sind wie das  eines oft gelesenen Buchs. Welches man immer wieder gern zur Hand nimmt und stets erstaunt über den Inhalt ist. Egal wie oft man es auch schon getan hat.

Diese Alben zählen, unter vielen anderen,  sicherlich zu den musikalischen Drogen, um die Seele auf einem angemessenen Spiegel zu halten.

„C’è sempre un motivo“ – Adriano Celentano

„Drag“ – k.d.Lang 

„On nights like this“ – Soraya

„Don´t look back“ – John Lee Hooker

„This is“ – Marla Glen

Na und selbstverständlich  Van Morrison und  Dr. Kurt Ostbahn  liefen bei mir in Dauerschleife.

Wie konnte es nun abermals dazu kommen, dass besagtes Album nun permanent im Player seinen Runden dreht und mich beinahe manisch zum Zuhören bringt? Ich denke, es ist meine Neugierde. Mich immer wieder auf neue musikalische Abenteuer ein zulassen.  Gut benotete Wanderungen hindurch die unendlichen Tiefen, Höhen und Bandbreite der musikalischen Welten.

Die „Geister“ die ich rief sie halten mich gefangen in einem „Kreis“. Der Auto-„Pilot“ fesselt mich auf dem Schleudersitz für „Heilige und Hunde“ mit einem ausgefransten „Seil“. Zwischen Tag und Nacht dämmere ich betäubt durch das „Schwache Gift“ wanke über „Stolpersteine“. Meine „Haut“ dürstet nach dem „was passiert“. Um immer wieder „Neu Beginnen“ zu wollen. „Ohne Träume“ zerplatzen die Illusionen und sprengen das Leben zur kalten Realität.

Die Schockverliebtheit gedeiht zu einer charmanten musikalischen Liaison heran. Eine verzaubernde akustische Begleitung gepaart mit sehr kluger Textkonversation so wie ich sie schätze. Gerne leihe ich mein Ohr noch etliche Male den elf Songs aufmerksam mein Ohr. Sicherlich auch, bei wieder zur Verfügung stehenden Budget weitere Alben und wer weiß, vielleicht auch mal Live auf einem Konzert.
Ein neues Kleinod in meiner Schallplattensammlung und für die Musik in mir. Danke!

verfasst am 19.07.2020 ©Bluesanne

 

Zugabe – Da capo al fine

Die Freude ist groß. Schneller als gedacht, konnte ich meine Schallplattensammlung um zwei weitere CDs erweitern. Die beiden Tonträger entpuppen sich neuerlich als musikalische Herzensbrecher in dessen Arme ich mich gefahrlos hineinfallen lassen kann. Die deutschsprachigen Lieder reden mit meiner Seele. Kommunizieren klug und wohltemperiert mit meinem Herzverstand, nicht nur weil die Worte meiner Muttersprache entsprechen. Texte und Töne vereinen sich zu Geschichten, die mich inniglich berühren und umarmen. Stark betonte Vokale, emotional vokalisiert. Ehrlich, aufrecht und zum Nachdenken. Klaas und die Band GLORIA konvenieren wunderbar, stehen sich nicht im Weg. Eine harmonische Einheit, welche sich stilvoll einschmeichelt. Unaufdringlich kriecht diese unter die verwundete Haut. Die Verletzlichkeit verwandelt sich in reines Empfinden.
Dreißig kostbare Songs bereichern nun meine hochgeschätzte Kollektion der Musik. Ob es nun der Serendipität oder einfach dem Schicksal geschuldet war, auf diese beseelten Alben getroffen zu sein, ist unwesentlich. Vielmehr genieße ich den Augenblick des Zuhörens.
Mille Grazie!

Musik berührt und offenbart die Seele gleichermaßen!

G efühl

L eidenschaft

O hrenschmeichler

R uhe

I nnigkeit

A more

verfasst am 10.10.2020 ©Bluesanne

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code