HALLELUJAH – mehr als nur ein Lied ?!

Wortbedeutung und Herkunft: Halleluja ist die deutsche Transkription des hebräischen הַלְּלוּיָהּ (hallelu-Jáh), das sich aus dem Imperativ Plural preiset von hillel (hebräisch für „preisen, verherrlichen, ausrufen“) und Jah, der Kurzform des Gottesnamens JHWH, zusammensetzt. Wörtliche Übersetzung: Lobt Jah! Die lateinische Form Alleluia geht auf die griechische Transkription „ἁλληλουϊά“ zurück. Dort wurde lediglich das diakritische Zeichen Spiritus asper ἁ verwendet, weil das griechische Alphabet kein „h“ kennt.

Leonhard Cohen
war fünfzig Jahre alt, als er diesen Song veröffentlicht hat. Ein Dichter, ein Denker, ein Poet und ein Musiker. Ist er ein gläubiger Mensch? Woran dachte er, als er diese Zeilen schrieb? Was fühlte er, als er die Noten aneinander reihte? Was bewegte ihn dazu, Bibelzitate, eine Liebesgeschichte und Musik in einem Lied zu vereinen?

Mehrfach interpretiert er seine ursprüngliche Version des Songs mit variablen Textzeilen. Auf dem Album „More Best of Leonhard Cohen“ (1997) (eine Live-Version) fehlen die expliziten Bibelverweise. Er selbst meinte in einem Interview: „Es ist ein guter Song, aber er wird von zu vielen Leuten gesungen.“ Allerdings mache sich ein leichtes Gefühl von Genugtuung in seinem Herzen breit, wenn er sich daran erinnere, dass seine amerikanische Plattenfirma den Song nicht veröffentlichen wollte. „Sie dachten, er sei nicht gut genug.“

Mehr als 100 Coverversionen – wurden bisher gezählt – in unterschiedlichen Textvarianten.

Halleluja – wird im Alltag meist als Jubelruf verwendet. Wenn z.B., im Augenblick ein Fußballmatch zugunsten der Mannschaft des eigenen Landes verläuft (aktuelle Uhrzeit: 22:15 Uhr)[mein Sohn ist Live in Schweden dabei]. Ja, ich weiß, es ist ja nur ein Spiel mit Ball. Doch ich freue mich, wenn die Menschen jubeln, feiern, sich freuen.

Schön dies zu sehen. Ein Ruf der Erleichterung. Ein dankendes Hosianna gen Himmel, wenn Gutes geschieht. Wenn eine Krankheit vorüber geht. Wenn das Glück dem Menschen hold ist. Ein glorreiches Hurra in unzähligen überglücklichen Momenten. Ob ausgesprochen, gedacht oder himmelhoch jauchzend laut hinaus schreiend aus vollem Herzen. Das Halleluja. Ein gefühlvolles, wunderbares Halleluja, umgesetzt in einem Lied, ganz leise, sanft und zärtlich, wie es die Musikanten eindrucksvoll tun.

 

Egal in welcher Textvariante. Das wahre Halleluja findet sich in der Melodie. Ein emotionaler Wohlklang, der das Herz berührt. Gleich zu welcher Gelegenheit. Als traurig tröstendes Abschiedslied bei einem Begräbnis. Gleichsam zur Trauung von sich liebenden Menschen, die Glückseligkeit unterstützend. Wo auch immer es erklingt, es bewegt, es berührt. Halleluja paart sich oftmals mit Tränen. Tränen der Freude, Tränen der Trauer, Tränen der Rührung.

Persönlich nominiere ich diesen Song, als musikalisches Herz. Ein harmonisch klingendes Herz, welches im Rhythmus der Liebe und Menschlichkeit pocht. Eine Melodie der Hoffnung. Eine neue Hymne für den Frieden. Ein Lied der Umarmung. Gleich, wer das Lied singt, gleich in welcher Textvariante – ganz besonders schön wäre ein Chor der Menschen dieser Welt. Aus vollem Herzen jubilierend, ein dankbares, glückliches, zufriedenes, gefühlvolles, erleichterndes, ansteckendes- Hallelujah!

Text (englisch)

Text (deutsch)

2007 wurde Hallelujah in der Version von Jeff Buckley von der britischen Zeitschrift Q in einer Rangliste als bestes Lied aller Zeiten genannt.

Jeff Buckley (1994)

Gesang, Gitarre: Leonard Cohen
Autor: Leonard Cohen (* 21. September 1934 in Montreal)
Produzent: John Lissauer
Aufgenommen: 1984
Länge: 4:34 (Album Version/Single edit)
Album: Various Positions
Länge: 7:19 (Music Video)

John Cale (1991)

Rufus Wainwright (2001)

k.d.Lang (2004)

verfasst am 09.09.2015 © Bluesanne

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