Baby, Du hast den Blues!

Wien, 30.10.2020

Welch Bedeutung ein Live-Event für mich hat, hier nachzulesen!


Ein Beitrag bei f+f kann Risiken und Nebenwirkungen beinhalten. Ganz abhängig von der niedergeschriebenen Darstellung und Meinung über eine Sache. Aber ein Beitrag kann auch dazu führen, dass man Menschen persönlich kennenlernt.

So geschehen, aufgrund eines Artikels hier über Heli Deinboek aus meiner Reihe „The music in me“.
Vor gut einem Monat erhielt ich eine E-Mail, worin ich sehr für meinen geschriebenen Beitrag gelobt wurde. Der Verfasser drückte darüber sein Wohlgefallen sehr nett aus und bekundete auch Interesse an meiner Malerei. Kurzfristig kam es zu einem Treffen.

Es folgten lange interessante Gespräche über Musik, Essen, Trinken und das Leben an sich. Wie es der Zufall so wollte, hat Heli D. derzeit einige Auftritte geplant.
So kam es auch, dass wir gestern gemeinsam den musikalischen Event beiwohnten. Und was soll ich sagen? Es war wieder einmal ein akustisches Placebo für meine angeknackste Seele. Der Blues versus Depression. Ein adäquates Heilmittel, welches lediglich positive Risiken und Nebenwirkungen hervorruft.

Ort der kurzweiligen Rehabilitation, ein Beisl in der Josefstadt. Klein und überfüllt mit Menschen, die gleich wie ich, nach dem Wiener Blues lechzen.
Wie sieht er aus, der Healing-Guitarplayer? Groß, kräftig und gekrönt mit einer faszinierenden wuscheligen Haarpracht. Energiegeladen nimmt er auf der minimalistischen Bühne auf einem Holzsessel Platz. Paul Reschenhofer, ein Saitenzauberer par excellence gesellt sich dazu. Der kongeniale musikalische Partner übernimmt den Part für das feine Fingerspiel auf der Gitarre.

Heli ist vorwiegend fürs Grobe rhythmische zuständig und bezwingt mit viel Humor die widerspenstige „A-Saite“ seines Instruments. Innerhalb kürzester Zeit verwandelt sich das kleine Hinterzimmer in ein verbluestes Pub in New Orleans.
Starke Stimme, starke Texte und eine gewaltige Welle an good vibrations infiziert das anwesende Publikum. Etwa 100 Gäste schwimmen auf den blauen Wellen der Glückseligkeit dahin. Unterschiedliche Generationen die gemeinsam die blaue Vielfältigkeit dieses Abends genießen. Begeistert von den geistreichen Wortspielereien in Kombination mit dem meisterlichen Gitarrenspiel der beiden Herren.

Berührend das gegenderte „Baby“ wie auch die wienerische Interpretation von Eric Claptons „Your wonderful tonight“. Ergriffen vergieße ich einige Tränen. Die blauen Geister von John Lee Hooker und B.B.King erwachen an diesen Abend. Zum Leben erweckt durch Paul und Heli. So schön, wenn Musik so dörti und tiefgehend ist. Aber vor allem meine Seele liebkost.

Nach dem mehrstündigen musikalischen Event, genehmige ich mir noch zwei Achterl flüssigen GV. Plaudere mit Wegbegleitern von Heli, ergattere mir Autogramme der Seelen-Saiten-Zauberer. Nach wie vor in launiger Stimmung vergesse ich völlig die Zeit. Die letzte mich nach Hause bringende U-Bahn fährt in wenigen Minuten ab. Schnell noch ein paar Fotos mit Heli. Schade, wäre am liebsten die ganze Nacht dort geblieben. In diesen Beisl, wo für einige Stunden für mich das Glück gewohnt hat.
Jedoch, es wurde gemunkelt, dass er ja weiter im sozialen Dienst des Blues unterwegs sein wird. Heli Deinboek, mein Wiener King of Blues.

 

Vielen herzlichen Dank an meinen Gastgeber E. für die Einladung und dass Du mich übers www kontaktiert hast!
Viele Zufriedenheiten ergeben in Summe: Glück!

Wenn die Weisheit am Ende ist..sprechen das Herz und der Blues ©Bluesanne

verfasst am 29.05.2015 ©aktualisiert am 30.10.2020

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