The music in me (2) [John Lee Hooker]

 

 


B l u e s ist für mich der wahre Seelentröster Nr.1.

In diesem
Genre mein Favorit:
Mr. John Lee Hooker (* 22. August 1917 in Clarksdale, Mississippi; † 21. Juni 2001 in Los Altos, Kalifornien) war ein einflussreicher US-amerikanischer Bluesmusiker.

John Lee Hooker in Leopoldau
(ein *Traum* Wien, 25.Mai 2006)

Plötzlich stand er vor der Tür. Der schmale und etwas hagere Mann, mit meiner Meinung nach, viel zu langen Armen. Schwarzer Anzug, graues Hemd, Socken und Krawatte schwarz mit weiß blitzenden Sternen, unübersehbar blinkend und selbstverständlich schwarzer Hut mit einer kleinen Feder dran und Sonnenbrille.Hut mit Feder
Draußen dämmerte es schon. Doch mit einem Mal, wurde es hell in meinem bescheidenen Heim.
Er streckte mir seine knochige Hand mit den überdimensionalen Goldringen entgegen und flüsterte mir zu: „Hi, SusiBaby“. Er durfte das sagen! Ich sagte nichts. Mein gesamter Körper bestand nur mehr aus einem einzig pochenden Herz. Zittrig stellte ich ihm eine Tasse Kaffee auf den Tisch und reichte höflich die Zuckerdose. Er saß auf meinem roten Sofa. Hinter ihm flackerten einige Kerzen. Es sah aus als würde sein Profil von einem Nimbus umgeben. Nachdem er seinen Kaffee ausgetrunken hatte, und dazu mindestens 3 Zigaretten rauchte nahm er die Epiphone Sheraton. Er legte sie zärtlich, wie er es sicherlich auch mit den Frauen getan hatte, in seine Hände. Wie viele Akkorde braucht man um in den Himmel zu fliegen?
Es war einerlei. Ich war schon längst nicht mehr anwesend. Auf den Klängen, die durch den Raum vibrierten ließ ich mich treiben. Völlig berauscht lösten sich für einige Minuten, Stunden, keine Ahnung wie lange, all die angesammelten dunklen Gedanken der vergangenen Jahre.

Blues before Sunrise 

im 

Redhouse

an einem

Rainy Day

Zum Abschied:

Don´t look back

und 

I love you Honey

I love you too, Johnny! Ich durfte das sagen!
Nachdem ich wieder bei Sinnen war, zumindest nur noch im Halbrausch, erinnerte ich mich, dass dies wieder ein Spiegel einer Zeit meines Lebens war. Dieses Album („Don´t look Back “ – April-Sept.1996 – 2 Grammys) brachte mir im März 1997 ein Freund aus Amerika mit. Von welchen ich sicherlich den ersten Arschtritt meines Lebens in mein neues Leben erhielt.

Danke mein Freund, wo immer Du heute sein magst.
Vielleicht sollte ich meine persönliche Hall of Fame gründen. Für meine Sterne, die mich ein Stück in meinem Leben begleiten. …achja, so zwischendurch mischte sich da frech Van Morrison ein. Vielleicht besucht er mich auch ein Mal. Dann muss ich ihn aber fragen, was T.B.Sheets sind.

Wenn die Weisheit am Ende ist…sprechen das Herz und der Blues♥ ©
(verfasst am 27.11.2014 aktualisiert am 18.06.2022© Bluesanne )

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