The King is gone

 

Erneut hat sich heute (14.05.2015) ein weiterer Blues Boy verabschiedet.

Riley B. King Der „King oft he Blues“, zu dem ihn die amerikanische Discjockey Association 1966 krönte, gilt als Vaterfigur des modernen Blues. Er hat diese Musik mit seinem ausgereiften Gitarrenspiel und seinen markanten Vokal-Interpretationen zu einer akzeptierten Kunstform etabliert. Über ihn haben sich viele weiße Rock- und Bluesmusiker die schwarze Blues-Tradition erschlossen. King wuchs auf dem Land auf, genoss kaum Schulbildung und arbeitete mit zwölf als Landarbeiter. Beeindruckt von Golden Gate Quartet und unter Anleitung seines Cousins Bukka White, lernte erste Griffe auf der Gitarre, die er mit 13 gekauft hatte. Er verdiente als Straßensänger ein paar Dollar. 1949 machte er erste Plattenaufnahmen.

In diesem Jahr ereignete sich bei einem Konzert der legendäre Zwischenfall, bei dem B.B. seine Gitarre aus einem brennenden Auftrittssaal rettete und seine Gitarren seitdem Lucille nennt (zwei Männer entfachten bei einem Streit um eine Frau namens Lucille während des B.B.King-Auftritts ein Feuer). B.B.King bekam das Angebot, singend für ein Gesundheitstonikum zu werben. Nachdem sein Talent schnell erkannt wurde, avancierte er zum DJ des ersten schwarzen Radiosenders (WDIA) mit eigener Show: Die Leute nannten ihn bald „The Boy From Beale Street“ und „Blues Boy“, was zu der Abkürzung B.B. King führte.

B.B. hatte schon acht Singles eingespielt, als er 1951 mit Ike Turner seinen ersten #1-Hit der R&B-Charts ( „Three O´Clock Blues“) aufnahm. B.B. King wurde zum gefragten Blues-Act und spielte pro Jahr durchschnittlich 300 Shows. Der internationale Durchbruch kam mit dem Hit „The Thrill is gone“, der B.B. King weltweit bekannt machte. 1971 wurde er von der UK-Fachzeitschrift New Musical Express zum drittbesten Gitarristen gewählt. 1982 schenkte B.B.King seine umfangreiche Plattensammlung (über 20.000 Exemplare, tlw. mit seltenen Blues-Singles) dem Mississippi University´s Center For The Study Of Southern Culture. 2000 eröffnete er in New York seinen eigenen Blues-Club.

Sein Lebensinhalt – unentwegt auf Welttournee und Plattenaufnahmen. Der Dokumentarfilm „The Life of Riley“  (2012) zeigt sein Leben für den Blues. Darin kommen auch viele seiner musikalischen Begleiter (Bonnie Raitt, Eric Clapton, Buddy Guy, Bono, Carlos Santana oder Mick Jagger) zu Wort.
Ehrungen: 15 Grammys, Blues Hall of Fame (1980), Rock and Roll Hall of Fame (1987), National Medal of Arts (1990), Polar Music Prize (2004), Presidential Medal of Freedom (2006), 2008 wurde in seiner Heimatstadt Indianola das B. B. King Museum and Delta Interpretive Center eröffnet, dessen Ausstellung die Karriereschritte B. B. Kings präsentiert. (Infoquellen: Rockgitarristen-Lexikon (1998), Reclams Jazzlexikon (2004), Wikipedia)

Lucille

Rock me Baby + Eric Clapton, Buddy Guy, Jimmie Vaughan

Jam-Session (1989) +James Brown, Little Richard, Ray Charles, Jerry Lee Lewis, …!!!!

When loves comes to town + U2 (1988)

If you love me + Van Morrison (1997)

Wenn die Weisheit am Ende ist…sprechen das Herz und der Blues ©Bluesanne

verfasst am 15.05.2015 aktualisiert am 14.05.2019
©Bluesanne

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