The music in me (26) [Leningrad Cowboys]

Wenn diese Herren aufmarschieren, dann kommt das Publikum kaum aus dem Staunen heraus. Eine Horde seltsam gekleideter Typen stürmt die Bühne und bringt die Massen zum Toben. Bei diesen Finnen braucht es keine Sauna.

Aki Kaurismäki, der finnische preisgekrönte Filmemacher hat sie vorab 1989 in den Film „Leningrad Cowboys Go America“ als fiktive Band erschaffen. Zusammengesetzt vorwiegend aus Mitgliedern der Punkformation Sleepy Sleepers. Welche bereits seit 1975 als eine Art finnische Drahdiwaberl Erfolge feierte. Der große Filmerfolg war der Startschuss für eine völlig neuartige Rockband.

30 Jahre – „Leningrad Cowboys Go America“ – ein Roadmovie des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki aus dem Jahr 1989.

Die Leningrad Cowboys

Stets gehüllt in wunderbar detailverliebte Kostüme. Riesige spitz zulaufende Schuhe und die unverkennbare Einhorntolle auf ihren Köpfen. Ein spritziger kabarettistischer Show-Event wo sie gängige Rocksongs auf ihre ganz persönliche Art und Weise auf der Bühne präsentieren. Hervorragende Bandmitglieder, die oft mehrere Musikinstrumente beherrschen. Eine orchestrale Melange aus Schlagzeug, Gitarre, E-Bass vermengt mit traditionellen Instrumenten wie Akkordeon, Tuba, Trompete, Klarinette, Geige und Ukulele. Selbst bezeichnen sie sich als Musikparodisten oder schlechteste Rockband der Welt.

Ich durfte die spinnenden Finnen im Juni 2008 auf der Wiener Donauinsel live mit erleben. Ein Spektakel nach meinem Geschmack, wo sich die Buntheit von Polka, Rock’n’Roll, Country und Mariachi zu einem einzigen wahren musikalischen Ereignis zusammen braute. Gewürzt mit Gogo-Tänzerinnen, genannt die „Baikonur Girls“ welche mit dem Showtalent der Herren allemal mithalten können. Die Leningrad Cowboys sind definitiv eine Kultband, deren Alben gute Laune verbreiten. Jedoch live das Absolute an Unterhaltung auf eine Bühne zaubern. Ein buntes Chaos aus unterschiedlichsten musikalischen Genres gekleidet in phantasievolle auffällige Kostüme fein abgestimmt mit spitzem Humor. 

 

Leningrad Cowboys & The Red Army Choir – Total Balalaika Show (12.6.1993 Helsinki)

Kiitos ленинградские ковбои

Buona Vodka Social Club 2011

Those where the days 1992

These Boots 1992

Knockin´ on heavens door 

Stairway to heaven 1993

You´re my heart, you´re my soul 2006 – heftige heavy – Version von Dieter Bohlens Hit

Wien, 04.02.2019

Ein anstrengender Tag liegt hinter mir. Eine Melange aus Frust, Wut, Verzweiflung, Zorn, Frust und Aggression brodelt in mir. Wohin mit dieser explosiven Mischung? Schreiben? Ein Schütt-Spritz-Schmier-Farben-Desaster auf eine Leinwand produzieren? Ich entscheide mich kurzentschlossen für die akustische Variante den negativen Gefühlscocktail zu kompensieren. Beginnend mit 3 Doors Down bis ich schlussendlich bei den finnischen Einhörnern lande.

(Die Playlist findet ihr zum Nachhören in meiner Timeline vom 04.02.2019 bei Facebook)

 

 

 

 

Und das erinnerte mich wiederum an den Beitrag über diese farbenfrohe schwermetallige Truppe, die mich mit scheinbarer Leichtigkeit meine Sorgen vertreiben. Somit landet wieder ein Part der Serie der Musik in mir hier in diesem Forum.

Musik löst zwar keine Probleme, aber sie erleichtert definitiv den Umgang mit den damit verbundenen Emotionen.

Musik, das Placebo mit legalen Wirk,- und Inhaltsstoffen. Noten, Töne, Geräusche, Schwingungen, Vibrationen….

Hilfreicher, vor allem mit weniger Schaden verbunden als Alkohol, Drogen oder sonstige zerstörerischen Aktivitäten. Naja, eventuell ein kleiner Hörschaden, falls die Musik zu laut ist.

verfasst am 14.05.2015 aktualisiert am 04.02.2019 ©Bluesanne

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