Porträt-Malerei

Sachlexikon der Kunst

Das Porträt (frz.portrait zu lat. portrahere „hervorziehen“), im strengen Sprachgebrauch die „nach der Natur“ geschaffene, die Individualität im äußeren Erscheinungsbild zum Vorschein bringende Darstellung einer bestimmten Person, im Gegensatz zum Bildnis. Sein mit dem Ahnenkult verbundener Beginn liegt in der römischen Kunst vor allem als Büste, ein Pendant in der Malerei ist das spätägyptische Mumienporträt. Während im Mittelalter die Porträtkunst zum Erliegen kam, gewann sie in der Renaissance zentrale Bedeutung. Obwohl sie als Auftragsarbeit auch in den folgenden Jahrhunderten oft in Gefahr war, sich der Selbstwahrnehmung der Modelle zu unterwerfen, gehören bis weit ins 20. Jahrhundert Porträts zu den herausragenden Werken der bedeutendsten Künstler. Dies gilt erst recht für das Selbstporträt. (Textquelle: Sachlexikon Kunst/Reclam)

Soweit, ein wenig zur Geschichte der Porträt-Malerei. Diese wird wohl in Zeiten von Digitalkamera und Mobiltelefonen nur noch äußerst selten angewendet. Der Aufwand und die dafür notwendige Zeit sind groß. Abgesehen davon, wer hat schon einen Künstler seines Vertrauens an der Hand? Falls doch, wo hängt man sich dann das Werk hin, ohne gleich von Besuchern, als eitel zu gelten? Vielleicht noch am ehesten ein Bild, dass ein Straßenkünstler im Urlaub angefertigt hat.

Ich empfinde so ein gemaltes Bild einer Person für mehr als nur ein altmodisches Selfie produziert mit Farbe. Vielmehr hat es etwas Edles, was Vornehmes und Lebendiges. Auch wenn meist scheinbar keinerlei Bewegung zu sehen ist, hat es was Bewegendes, so ein schön gemaltes Porträt.

Die Motive auf meinen Bildern, sind meist abstrakt, naiv, surreal oder einfach kunterbunte Farbmischungen. Ein Käufer ordnete einige der Malereien in die Kategorie Pop Art ein. Ein anderer benannte sie Stillos.

Selten wage ich mich an realistische Darstellungen. Und obwohl ich schon mehr als fünfhundert Bilder gemalt habe, finden sich darunter kaum Porträts.


 

Wien, 02.02.2019

Mittlerweile, nachdem ich im vergangenen Herbst die Bilder komplett archiviert habe, zähle ich 720 Bilder. Angefertigt seit 1997. Davon habe etwa sechzig verkauft oder verschenkt. Hinzu kommen noch die 344 Karikatur-Bilder.

Die Anzahl der Porträts hält sich nach wie vor in Grenzen. Woran das liegt, weiß ich nicht genau. Mag sein, dass sie mir persönlich nicht  besonders gut gefallen. Interessanterweise habe ich festgestellt, dass wenn ich eines davon anfertige, dann male ich es vorwiegend mit den Fingern. Als Vorlage dient ein Foto. Keiner dieser Personen musste stundenlang bei mir unbeweglich sitzen. Auch deswegen nicht, weil die gemalten Ergebnisse, als Geschenk gedacht waren.

Die Dame auf dem Bild ist meine beste Freundin. Sie hat mir gegenüber keine negative, wie auch keine positive Rückmeldung zu dem Bild gemacht. Vielleicht aus Loyalität. 

Auch dieses Bild war ein Geschenk. Keine Ahnung, ob es noch existiert.

Egal, wie die „betroffenen“ Personen die Bilder gesehen oder empfunden haben, ich habe mich wirklich sehr bemüht. Und sie wurden mit viel Anstrengung, Herzblut und meinen blanken Fingern angefertigt. 

Vielleicht belege ich ja einmal einen Kurs, um ein paar Tipps und Tricks zu lernen. Kunst ist wohl tatsächlich 10% Talent und 90% Arbeit, oder wie heißt dieses Zitat richtig? 

 

Wie auch immer, es ist wohl nicht meine Berufung. Oder ich habe einfach noch nicht ausreichend geübt. Ich muss es ja nicht tun. 

Figuren, Gesichter, Wesen finden sich ausreichend in meiner Sammlung.

 

 

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verfasst am 26.07.2015 aktualisiert am 02.02.2019©Bluesanne

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